Welchen Inhalt hat eine Abwicklungstestamentsvollstreckung?

Welchen Inhalt hat eine Abwicklungstestamentsvollstreckung?

Die gesetzliche Grundregel geht davon aus, dass die Testamentsvollstreckung zur Abwicklung des Nachlasses eingerichtet wird, §§ 2203, 2204 BGB. In diesen Fällen ist dem Testamentsvollstrecker die Aufgabe übertragen,

  • die Anordnungen des Erblassers in seinem Testament (z.B. Auflagen, Vermächtnisse zu erfüllen, den Nachlass auseinandersetzen, usw.) auszuführen,

  • im Rahmen einer Erbengemeinschaft den Nachlass vorrangig nach den Anweisungen des Erblassers und in zweiter Linie nach den gesetzlichen Regeln auseinanderzusetzen,

  • die Nachlassverbindlichkeiten zu erfüllen, also offene Rechnungen zu bezahlen.

  • die Erbschaftsteuer zu erledigen.

Die Nachlassauseinandersetzung muss der Testamentsvollstrecker alsbald nach dem Todesfall durchführen, andernfalls er auf Schadenersatz haftet oder sogar entlassen werden kann (§ 2227 BGB). Hat der Testamentsvollstrecker den Nachlass abgewickelt, endet die Testamentsvollstreckung von selbst.