Dauertestamentsvollstreckung

Welchen Inhalt hat die Dauertestamentsvollstreckung?

Bei einer Dauertestamentsvollstreckung handelt es sich um eine Kombination der Abwicklungs- mit der Verwaltungsvollstreckung: Der Testamentsvollstrecker hat gemäß § 2209 S. 1, 2. Halbs. BGB bei der Dauertestamentsvollstreckung die Aufgabe, den Nachlass zunächst abzuwickeln und anschließend zu verwalten. Die Dauertestamentsvollstreckung endet gemäß § 2210 S. 1 BGB spätestens nach 30 Jahren seit Eintritt des Sterbefalls, außer der Erblasser hat diese Art von Vollstreckung in seinem Testament ausdrücklich zeitlich begrenzt oder das Ende an eine Bedingung geknüpft. Laut § 2210 S. 2 BGB kann der Erblasser die Dauertestamentsvollstreckung auch über den Zeitraum von 30 Jahren hinaus erstrecken, nämlich wenn er anordnet, dass die Verwaltung bis zum Tod des Erben oder bis zum Tod des Testamentsvollstreckers oder bis zum Eintritt eines anderen Ereignisses in der Person des Erben bzw. des Testamentsvollstreckers fortzudauern hat.